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NachDenkSeiten - Die kritische Website

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Hannah geht alleine

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im Kino vor fast 30 Jahren

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Bundesbürgerin Else

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Kater haben`s schwer

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das ewige Spiel

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Glasauge - sei achtsam

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der Säufer und ich

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Padum

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Kurschatten

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desertierende Zellen

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Herr Masoch geht, oder - Wege

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kleines Schneegestöber

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ich komme gern nach Hause

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Leitplanke

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Rumpelsophie

Fr

03

Feb

2012

funkelnde Perlen

Unten klang dein Du so zart

fast weinte es sich nach oben

mein ich das fühlte weit

und trug uns beide leicht und leicht

durch die Zeit

 

Gesungen hast du so sanft

fast war mir, du weintest

weit in meine Seele deine Sehnsucht hinein,

funkelnde Perlen trugen uns weich und weich

durch Augenblick und Ewigkeit

 

Geklungen hast du so zärtlich

und es war mir du bebtest

tief in meinem Herzen deine Melodie hinein

verwobene Fäden trugen uns zart und zart

durch unser goldenes Stundenglas.

 

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Sa

02

Jul

2011

weiße Rosen an der Sola - und anderswo

Dort wo du gestorben bist, wachsen wilde Rosen,

ranken in den Himmel hinein.

Sie künden nicht von deinem Leid

leuchten nur weiß in deine Dunkelheit.

Regen rinnt an grünen Blättern entlang

sammelt sich und fällt herab in einen Ozean.

 

dürft ich dir nur einmal in die Augen schauen,

dir

ich wünscht mir so sehr, ich sähe den Funken des Lebens

darin

 

Dort wo du gestorben bist, öffnen sich die Himmel

Rosen wiegen sich im Wind

im Blätterrauschen hallt deine Stimme wieder

ungezähltes wimmern, ungezähltes seufzen, ungezählter Schmerz

ungezählter Schrei ruft nach Menschlichkeit

und macht die Himmel weit.

 

dürft ich dir nur einmal in die Augen schauen,

dir

ich wünscht mir so sehr, ich sähe den Funken des Lebens

darin

 

dort wo du gestorben bist, leuchten weiße Rosen

der Wind treibt die Wolken gen Norden,

in unser Vergessen hinein

du liegst dort an der Sola, an ungezählten Orten, in deinem ungezähltem Schrei

still

ich wollt dir nur sagen:

ich höre dich.

 

postscriptum

 

Als achtjährige stolperte ich via Zufall über die Shoah. Nie wieder hat mich die Shoah verlassen, der Drang des Menschen, Macht auszuüben und andere in den Abgrund zu führen und das als Normalität verstanden zu wissen.

Ich traf im Laufe meines Lebens,auf  Jean Amery, Victor Frankl, Primo Levi,Terence des Pres, Imre Kertesz, Hermann Langbein........und ganz viele mehr, die mir in der Seele blieben und dort nachhallen.

Sie hallen heute noch, alle, und irgendwo musste ich hin, mit dem Hall – das mein „hinmüssen“ , all dem Schmerz, der Pein, dem Leid, der Unmenschlichkeit nicht gerecht werden kann, war und ist für mich deutlich – trotzdem musste ich das schreiben.

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Mi

02

Mär

2011

Windspiel

Der Wind spielt mit den Chiffonvorhängen, plustert die Buntheit auf, treibt sie mal zur einen, dann wieder zur anderen Seite. Für einen Moment ist es, als wollte der Wind Atem holen, nur um gleich darauf, sein Spiel von Neuem zu beginnen.

Die Leichtigkeit und das Spielerische - vielleicht deshalb beobachte ich, wie ich da so auf meinem Bett liege, bewegungslos und fasziniert dieses Spiel.

 

Wie ich die Schwere in mir spüre und wie ich dem Wind sein leichtes Spiel neide. Wie ich doch Trost suche und nur heimatlos irre, durch diese Welt.

Wie die Schwere mir in den Gliedern steckt, schließ ich die Augen und seh dennoch die bunten Vorhänge flattern im Wind.

Da beginnt der Wind sich zu sammeln. Ich spür wie er kommt.

Durch Raum und Zeit, geballt und dicht, flüstert er mir zu:

Fürchte dich nicht.

Unter den Lidern zucken die Augen.

Bleiern liegt der Körper, ich fürchte mich.

Da streicht er über mich, legt sich in jede Pore.

Dringt in mich ein,

sein Odem ist mein Maß

und ich bin sein Meer.

Angefüllt mit seinem Raunen

fürchte dich nicht.

In mir ist ein Seufzen und Stöhnen, ich winde mich,

wie er bläst, über aufgerauhte Haut und wunde Seele,

da lindert er mich

und ruft mein Blut, presst seinen Atem hinein

bauscht mich auf, trägt mich empor.

Lachen möcht ich und weinen,

wie er mich treibt und türmt,

hoch, höher durch Gezeiten

klein, wie bin ich klein, dort auf dem Grund

und groß, wie bin ich groß

auf dem Wellenkamm.

Dann wird es still.

 

An der Wange entlang, sucht eine einzelne Träne, ihre Bahn.

Eine laue Brise, küsst mir die Stirn.

Getupfte Vorhänge, flattern im Wind.

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es trägt - das Herz

 

Erst ist es nur ein leichtes erzittern,

ein kleines erstarken, zart und unendlich sanft.

Das Herz beginnt eine leise Melodie

und ungläubig hörst du in dich hinein

wie es auf wundersame Weise, alle Erinnerung und Wehmut in Schönheit kleidet.

Die kleine Melodie wächst heran,

in Klarheit und Weite breitet sie ihre Schwingen aus,

hebt dich hinauf, in Sonnenbahnen

dass du all den Schmerz vergangener Tage, einfach loslassen kannst.

Und wieder lauscht du ungläubig und fragst dich,

wird es wohl tragen – das Herz

und der Schlag schwillt kraftvoll an,

füllt dich mit einem jubilieren, öffnet Horizonte und macht deine Seele weit.

Mit einem Staunen, schaust du furchtlos in die neu gewonnene Weite hinein

und ungläubig fragst du dich wieder,

wird es wohl tragen - das Herz

und ganz leise singt dir dein Herz eine kleine Melodie

das es dich trägt, immer und immer wieder in alle Himmel hinein.

 

postscriptum

auch dieses undichte Dingens, entstand nach einer wundervollen Melodie, die einfach liebe

und zwar nach jener hier:

 

Kirschblüten

Es werden die Kirschblüten sein

die im frühen Sommer fallen,

so bezaubernd anzusehen ,

schaust du von unten nach oben,

dort in die Kronen

findest den Herzschlag darin

in Erinnerung und suchst dort zu bleiben

in der Kirschblütenzeit

so zu leuchten, sich wiegen in lauer Frühlingsbrise

es ist der Wind,

der sie pflückt und der Blüten Farben über die Erde verteilt

es ist Abschied

und du weinst




Gezeiten

 

Irgendwann im Irgendwo,
klingen die alten Lieder
leise,ahnungsvolle Töne
kleiden endliches in liebliches Gewand
und künden von der Vergänglichkeit

Im Stundenglas fliehen die Minuten
und an den Ufern der Zeit finden Zwei ,
in einem Moment die Ewigkeit
gleich einem wortlosem Offenbaren
liegt bloß die Verletzlichkeit, geborgen in zarter Hand

Es ist die Stunde von Seelenbrüdern
in der Stille des Verstehens wechseln die Gezeiten,
küsst der Mond die Sonne
und der Tag wird zur Nacht
beide geeint im Moment der Unendlichkeit

dann gibt der Augenblick seine Sekunden wieder frei
und irgendwann trägt der Wind die alten Lieder
irgendwo durch die Zeit
im Schlag des Herzens wird die Erinnerung wach
an den Moment der Ewigkeit.

 

 

postscriptum

dieses Gedicht - das ja kein Gedicht ist - entstand allein nur, aufgrund dieser wunderschönen Melodie:

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